Neues aus Schilda

        

 

Ab jetzt wird durchregiert:

 Live-Ticker aus den Zentren der Entscheidung

 

10:22 Uhr: In Unna ist ein Besoffener mit seinem Auto in einen Blumenladengerast. Traurige Bilanz: Eine zerbrochene Scheibe, 12 geknickte Rosen, 3 überfahrene Primeln, sechs zerquetschte Stiefmütterchen, eine hysterische Ladenbesitzerin.

 

10:23 Uhr: Angela Merkel reagiert umgehend. Mit sofortiger Wirkung werden die 7 ältesten deutschen Brauereien stillgelegt. Eine Ethik-Kommission soll bis 11:00 Uhr prüfen, ob im Bier Alkohol enthalten ist. Der Bericht wird als "geheim" eingestuft und  an BILD gefaxt. Die Redaktion wird gebeten, ein Belegexemplar des Artikels, in dem der Inhalt des 100-Seiten-Berichts auf 5 Zeilen gekürzt und selbstverständlich ins Gegenteil verkehrt wird, an das Kanzleramt zu schicken. Dort fühlt man sich nach Lektüre umfassend informiert.

 

10:25 Uhr: In Zuffenhausen nutzt ein Sechsjähriger den durch versehentlichen Genuss vermeintlich verstrahlter Pilze ausgelösten Ohnmachtsanfall seiner Betreuerin zur Flucht aus einem viersprachigen Kinder-garten. Bei seiner Geisterfahrt auf dem linken Bürgersteig rammt er mit dem Tretroller eine Rentnerin (bisher immer CDU), die daraufhin blitzartig zur Wutbürgerin mutiert.

 

10:26 Uhr. Die Bundeskanzlerin erinnert sich an ihren Amtseid und reagiert wieder umgehend: Bis nach den Wahlen erhalten alle Kinder unter 10 Jahren Rollerverbot. Sie werden außerdem per Verordnung verpflichtet, mit ihren Eltern darüber zu sprechen, warum nur die CDU/CSU ihre Zukunft sichern kann.

 

10:27 Uhr: Die Liberalen wittern ihre Chance, wieder ins politische Rampenlicht zu treten und wollen auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz an ihren Grundsatz "Freie Fahrt für freie Bürger" erinnern. Sie sagen den Termin aber kurzfristig und ohne Angabe von Gründen wieder ab. 

 

10:28 Uhr: Der Verband erziehungsgeschädigter Krippen-Kinder kündigt an, den Parteien bei den Bundestagswahlen 2024 einen mit Buntstiften kolorierten Denkzettel zu erteilen - ggf. auch schon früher, wenn das Wahlalter entsprechend gesenkt wird.

 

10:20 Uhr: Die Grünen greifen den Vorschlag umgehend auf. Auf einem eilig einberufenen Parteitag fordern sie, die berechtigten Forderung des Kindergartenkinderverbandes in der Verfassung zu verankern.  Alle Kinder sollen für wahlberechtigt erklärt werden, sobald sie mindestens neun Kreuze auf den inzwischen mehrere DIN-A-2-Seiten umfassenden „Wahlzettel“ machen können. 

 

10:21 Uhr: In einer ungewöhnlichen schnellen aber - wie stets bei ihr - sehr sorgfältig durchdachten Reaktion auf dieses "politisch fragwürdige und nur allzu durchsichtige Manöver" lehnt die Kanzlerin diesen Vorschlag ab. Mit ihr nicht zu machen (es sei den die CSU drückt es in den Koalitionsvertrag). Als ein Zeichen dafür, wie sehr ihr die Sache der Kinder am Herzen liegt, verfügte Angela Merkel im Beisein eines BILD-Redakteurs, dass im Gegenzug den sieben ältesten Rentnerinnen Deutschlands das Wahlrecht erzogen wird.

 

10:22 Uhr: Obwohl sie auch diesmal nicht vorher gefragt wurden und dazu auch nichts im Koalitionsvertrag steht, stimmt die SPD aus übergeordneten Gründen zu. Begründung: Es gehe um ein Stück Glaubwürdigkeit in der Politik. Man werde das aber nachträglich noch handschriftlich in den Koalitionsvertrag schreiben - selbstverständlich nur mit Bleistift. 

 

10.23 Uhr: Die CSU lehnt nach reiflicher Überlegung aus dem gleichen Grund ab. Glaubwürdigkeit spiele in Bayern schon lange keine Rolle mehr. Horst Seehofer lässt aber vorsichtshalber im Kanzleramt nachfragen, ob damit Subventionen für die bayerische Landwirtschaft verbunden seien. Für diesen Fall signalisiert er Zustimmung.

 

10:24 Uhr: Die Kanzlerin erklärt, das ihre Politik für alternativlos.  Natürlich nur vorläufig und auch nur für den Fall, dass sich die Meinung der Kanzlerin nicht über Nacht um 180 Grad dreht. Was dann natürlich wieder alternativlos wäre. 

 

                

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